Mobilitätsstation Ostpromenade, Erkelenz
Mobilität neu gedacht – ein zentraler Baustein der Mobilitätswende
Mit der Mobilitätsstation an der Ostpromenade setzt die Erkelenz ein deutliches Zeichen für eine zukunftsfähige, innerstädtische Infrastruktur. Das Projekt gilt als Impulsgeber der lokalen Mobilitätswende und vereint Parkraum, Radinfrastruktur, Elektromobilität und ÖPNV an einem zentralen Standort.
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Projektkennzahlen und Nutzungskonzept
- ca. 182 PKW-Stellplätze, darunter Behinderten-, Familien- und Sonderstellplätze
- 8 E-Ladepunkte für Elektromobilität
- ca. 125 teils abschließbare Fahrradstellplätze (inkl. Sonder- und Lastenräder)
- Bushaltestelle direkt vor dem Gebäude
- Einbindung in das innerstädtische Parkleitsystem
Die Mobilitätsstation fungiert als intermodaler Knotenpunkt und stärkt die Vernetzung verschiedener Verkehrsträger im Innenstadtbereich.
6.200
qm Geschossfläche
182
Autostellplätze
125
Fahrradstellplätze
Architektur und Nutzerkomfort
Die Anlage erstreckt sich über sieben Ebenen in Split-Level-Bauweise. Stützenfreie Parkbereiche, komfortable Stellplatzbreiten von mindestens 2,60 m, großzügige Fahrgassen sowie überbreite Rampen gewährleisten eine hohe Benutzerfreundlichkeit und einen reibungslosen Verkehrsfluss.
Ein farbliches Leitsystem unterstützt die Orientierung. Die gesamte Anlage ist barrierefrei konzipiert und über einen Aufzug auf allen Ebenen erschlossen.
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Sicherheit als Planungsleitlinie
Ein zentrales Planungsziel war die Vermeidung von Angsträumen. Die offene, von außen gut einsehbare Bauweise sorgt für Transparenz und soziale Kontrolle. Treppenräume wurden bewusst nach außen gelegt, um unübersichtliche, geschlossene Bereiche zu vermeiden.
Dieses Sicherheitskonzept steigert das subjektive Sicherheitsgefühl und erhöht die Akzeptanz der Anlage – insbesondere in den Abendstunden.
Nachhaltigkeit und Energieeffizienz
Die Mobilitätsstation erfüllt wesentliche Anforderungen an nachhaltiges Bauen und Betreiben:
- Photovoltaikanlage auf dem Dach zur Eigenstromerzeugung
- Einspeisung überschüssiger Energie ins öffentliche Netz
- Überdachte oberste Parkebene als Witterungsschutz
- Begrünungskonzept mit Ranknetz auf der Gebäuderückseite
Das Projekt verbindet funktionale Infrastruktur mit ökologischer Verantwortung und trägt aktiv zur Reduktion urbaner Emissionen bei.
Identitätsstiftende Gestaltung
Architektonisch setzt die Mobilitätsstation auf eine klare, moderne Formsprache mit regionalem Bezug. Teile der Fassade bestehen aus echtem Erkelenzer Ziegel, gebrannt im Ringofen Gillrath.
Historische Elemente – darunter sichtbar integrierte Fragmente der alten Stadtmauer – schlagen die Brücke zwischen Stadtgeschichte und zeitgemäßer Mobilität. Dadurch entsteht ein Bauwerk mit starkem lokalem Identifikationswert.
Die Mobilitätsstation Ostpromenade in Erkelenz zeigt exemplarisch, wie Parkraum, Klimaschutz, Sicherheit und Stadtidentität in einem integrierten Infrastrukturprojekt zusammengeführt werden können – funktional, nachhaltig und städtebaulich prägend.
Fertigstellung
2024
Planungsbüro
HJPplan+, Stadtplaner und Architekten
Fotos
Robert Mehl